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Star Trek Online

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Star Trek Online – STO: Das Trekkie-Universum als SciFi-MMOG mit taktischen Weltraumgefechten!


Eine Preview von RandyRun.

Star Trek Online (Kurzform: STO) von Cryptic ist auf gutem Weg, ein Massen-Mehrspieler-Online-Spiel mit höchstem Funfaktor zu werden – wenn es hält, was es verspricht! Der Spaß fängt schon bei der Charakter-Erstellung an: Auf der Seite der Föderation wählst Du zwischen Mensch, Andorianer, Bajoraner, Boleaner, Vulcanier oder Ferengi. Auf der Seite der Klingonen stehen weitere Völker zur Auswahl. Du kannst aber auch Deine eigene, völlig neue Weltraumspezies erstellen und spielen!


Highlight 1: Unendliche Möglichkeiten bei der Erstellung Deiner eigenen Spezies.

Hier toppt Star Trek Online sogar Aion (NCsoft), das bereits alle Grenzen der physikalischen und physiognomischen Anpassungsmöglichkeiten zu sprengen schien: Hautfarbe mit drei Farbschichten und unzähligen Mustern, organische und technische Auswüchse, ein absolut irrer Formenreichtum für sämtliche Körperteile mit zwei, drei, vier oder acht (Nase!) Schiebereglern zur perfekten Anpassung der Anatomie und des Kleidungsstils! Hier setzt Cryptics neue Maßstäbe – ganz klar, man hat hier die Möglichkeiten von „Champions Online“ weiter entwickelt und perfekt auf Star Trek zugeschnitten. Deine Fantasie darf sich hier voll austoben.

Die Wahl der Charakterklasse bei Star Trek Online fällt weniger üppig aus – genau drei Klassen stehen zur Verfügung: Wissenschaftler, Ingenieur und Taktiker. Hier gelingt es immerhin, die für ein MMOG üblichen Rollen als „Damage Dealer“ (Taktiker), Heiler und „Tank“ (Ingenieur) sowie Buff- und Debuff-Supporter (Wissenschaftler) ins Star Trek-Universum zu holen. Die Schiffsauswahl passt da gut dazu: Bevorzugst Du Forschungsschiffe (Support)? Schnelle Eskortenschiffe (wendige Damage Dealer)? Oder Kreuzer, die ordentlich was einstecken können (Tank)? Die optische Gestaltung des eigenen Schiffes macht richtig Freude – scheint aber keine echten Auswirkungen auf das Spiel zu haben. Da könnte Cryptic noch etwas dran drehen!

 


Story und Gameplay – zwischen solide und einfallsreich.

Die Hintergrundstory von STO spinnt den Faden dort weiter, wo der Film Star Trek Nemesis aufhört – bzw. 30 Jahre später. Wahres „Trekkietum“ ist aber keine Voraussetzung, um sich in der Handlung des Spiels zurechtzufinden. Die ist nämlich recht MMOG-typisch: An allen Ecken und Enden des Universums sind Konflikte ausgebrochen – auch das einstige Bündnis zwischen Föderation und Klingonen ist einem offenen Schlagabtausch gewichen. Schön ist, dass die Spieler direkt Einfluss auf das Geschehen im STO-Universum nehmen können und die Spielwelt dadurch immer in Bewegung bleiben soll. Wir sind gespannt, wie Cryptic das konkret umsetzen wird!

Gespielt wird auf 2 Ebenen. Entweder fliegst Du mit Deinem Schiff durch den Weltraum (die 3D-Sternenkarte ist wunderbar zweckdienlich und sorgt für dichte Weltraumatmosphäre) oder Du bewegst Deinen Avatar durch Raumstationen bzw. über Planeten. Der Anfang ist vielversprechend: Das temporeiche Tutorial führt gut in das Spiel ein. Von Überforderung oder der Notwendigkeit, sich mit anderen Spielern zusammenzuschließen, bleibt man hier jedoch noch Lichtjahre entfernt. Also: Ein sanfter und anfängerfreundlicher Einstieg mit ordentlich Action. Übrigens: die Quests erhältst Du über Subraum-Funk. Das lästige Gerenne zu irgendwelchen Auftraggeber-NPCs entfällt damit völlig.


Highlight 2: Weltraumkämpfe für Taktiker mit Überblick und Fingerspitzengefühl!

Die Raumschlachten sind das zweite zentrale Feature bei STO. Sie erweisen sich als deutlich fordernder und innovativer als das aus anderen MMOGs bekannte Handling der Bodenmissionen. Zwar gibt es auch bei Kämpfen auf den Planetenoberflächen oder (beim Entern) an Bord feindlicher Schiffe taktische Finessen wie Flankenangriffe, Nahkampfschläge und Hechtsprünge oder den überreichlichen Einsatz von Spezialtalenten. Die große Begeisterung kommt jedoch erst im All auf.

Die Weltraumkämpfe überzeugen nicht nur mit zufriedenstellenden Effekten. Es ist die taktische Tiefe, die echtes Star Trek-Feeling aufkommen lässt. Statt „actions per minute“-Gehetze ist überlegtes Handeln gefragt: Wohin die Energie leiten? Deflektoren verstärken? Energiewaffen einsetzen? Wenn Du Dich auf eine Schiffsseite Deines Feindes konzentrierst, kannst Du viel leichter durch die Schilde durchdringen und den Rumpf beschädigen – bist selber aber in gleichem Maße verletzlicher. Kannst Du Deine Gegner ausmanövrieren? Manchmal musst Du Deine Taktik schnell ändern und der Einsatz der richtigen Spezialfähigkeiten Deines Captain-Avatars und Deiner Brückenoffiziere kann überlebensnotwendig sein. Im Flottenverbund aber potenzieren sich die Möglichkeiten – und da fängt der MMOG-Spaß so richtig an!


Für wen ist Star Trek Online?

Für alle, die keine Drachen und Elfen mehr sehen können! Für alle, die sich überhaupt mal wieder ein ansehnliches SciFi-MMOG wünschen! Für alle, die sich schon lange auf ein gelungenes Star Trek-Computerspiel freuen, aber bisher enttäuscht worden sind! Für all diejenigen wird STO vielleicht der Bringer des Jahres. Nicht nur Trekkies kommen auf ihre Kosten – solange man es STO nachsieht, dass der Handlungsschwerpunkt auf kriegerischer Auseinandersetzung liegt (und nicht bei Diplomatie und Erforschen, wie es zumindest die TV-Serien nahelegen). Aber ein gutes MMOG, wo Kämpfen und Wettrüsten nicht die Hauptrolle spielen? Müsste erst noch erfunden werden …